Was ist eine Bruststraffung? Ein chirurgischer Eingriff zur Korrektur einer hängenden Brust (Ptosis). Dabei werden überschüssige Haut und Gewebe entfernt und die Brustwarzen in eine höhere Position versetzt. Die Brust erhält ihre straffe, jugendliche Form zurück.
Für wen geeignet? Für Frauen mit erschlafften Brüsten nach Schwangerschaft, Stillzeit oder starkem Gewichtsverlust. Idealerweise erst nach abgeschlossener Familienplanung und bei stabilem Gewicht.
Wichtigste Risiken: Sichtbare Narben, Sensibilitätsstörungen der Brustwarze, Wundheilungsstörungen (besonders bei Raucherinnen), mögliche Beeinträchtigung der Stillfähigkeit. Bei Raucherinnen deutlich erhöhtes Risiko für Gewebenekrosen.
Dauer & Kosten: 1,5 bis 4 Stunden in Vollnarkose, 1–3 Tage Klinikaufenthalt. Kosten zwischen 5.900 und 10.000 Euro (Stand 2025/2026), bei Kombination mit Implantat bis 12.500 Euro. Kostenübernahme durch Krankenkasse nur in Ausnahmefällen.
Ergebnis: Langfristig gute Erfolgsaussichten bei realistischen Erwartungen. Die Brust unterliegt weiterhin dem natürlichen Alterungsprozess – eine Bruststraffung stoppt diesen nicht, sondern setzt die Uhr zurück. Haltbarkeit oft 10–15 Jahre.
Die Brust der Frau ist ein Zeichen der Weiblichkeit. Genetisch veranlagt oder durch die schwindende Elastizität der Haut im Alter kann die Brust ihre frühere Form und Straffheit verlieren (Hängbrust). Auch Schwangerschaften mit anschließender Stillzeit sowie starke Gewichtsschwankungen führen häufig zu einer erschlafften Brust. Viele Frauen empfinden dann ihre Brust nicht mehr als attraktiv und leiden unter dieser nachteiligen Formveränderung.
Frauen mit hängenden Brüsten leiden häufig unter Störungen des Selbstbewusstseins. Es kommen nicht selten auch psychische Probleme vor. Hinzu können handfeste körperliche Beschwerden kommen: Bei ausgeprägter Ptosis entstehen durch den direkten Hautkontakt in der Unterbrustfalte chronische Hautentzündungen, Pilzinfektionen oder Ekzeme. Auch Nacken- und Rückenschmerzen durch die Verlagerung des Körperschwerpunkts nach vorne sind möglich.
Mit der operativen Bruststraffung (Mastopexie) ist es möglich, die hängende Brust den eigenen Wünschen anzupassen. Die meisten Frauen wünschen sich in Relation zum eigenen Körper eine wohl geformte Brust.
Ob sich Ihre Erwartungen hinsichtlich der Operation mit den Möglichkeiten der operativen Bruststraffung decken, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen.
Die operative Bruststraffung hinterlässt Narben. Je nach Veranlagung können diese Narben sichtbar bleiben.
Hängende Brüste werden besonders bei Frauen mit zu großen Brüsten (Mammahyperplasie) begünstigt. Deshalb wird die Straffungsoperation häufig mit einer Brustverkleinerung kombiniert. Bei einer Bruststraffung werden die Brustwarzen nach oben in eine neue Position verlagert.
Für die Wahl der richtigen Operationstechnik ist es wichtig, den Schweregrad der Ptosis zu bestimmen. In der Medizin hat sich die Klassifikation nach Regnault etabliert, die den Grad der Erschlaffung anhand der Position der Brustwarze zur Unterbrustfalte definiert:
Diese Unterscheidung ist wichtig: Während bei einer Pseudoptose oft eine reine Brustvergrößerung zur Auffüllung des oberen Brustpols ausreicht, erfordern echte Ptosen (Grad II und III) zwingend eine Hautstraffung.
Um das Operationsrisiko möglichst gering zu halten, sind bestimmte Verhaltensrichtlinien zwingend zu beachten. Eine sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend für den Erfolg und die Vermeidung von Komplikationen.
Fragen Sie Ihren Arzt, welche Medikamente Sie bis zur Operation weiterhin einnehmen dürfen. Medikamente, die die Blutgerinnung verzögern, müssen unter ärztlicher Aufsicht pausiert werden, um das Risiko massiver Blutungen zu minimieren:
Wichtig: Setzen Sie verschreibungspflichtige Medikamente niemals eigenmächtig ab! Besprechen Sie jede Änderung Ihrer Dauermedikation mit Ihrem behandelnden Arzt.
Nikotin führt zu einer verminderten Durchblutung der Organe. Im Operationsbereich kann es deshalb zu schwerwiegenden Durchblutungsstörungen kommen. Bei den dünnen Hautlappen der Bruststraffung kann dies zu fatalen Gewebenekrosen (Absterben von Gewebe) oder sogar zum Verlust der Brustwarze führen.
Zusammen mit Medikamenten zur Empfängnisverhütung (Antibabypille) steigt das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln erheblich. Verzichten Sie mindestens 2 bis 4 Wochen vor dem Eingriff und für die gesamte Zeit der Wundheilung auf den Nikotinkonsum. Viele Chirurgen machen einen absoluten Rauchstopp zur Voraussetzung für die Durchführung der Operation.
In manchen Fällen ist es sinnvoll, vor der Operation eine Mammografie (spezielle Form der Brustuntersuchung) und eine Ultraschalluntersuchung durchzuführen. Dies dient dem Ausschluss versteckter Tumore, da die postoperative Narbenbildung die radiologische Beurteilung erschweren kann. Besprechen Sie das mit Ihrem Arzt.
Weitere notwendige Voruntersuchungen umfassen: aktuelles Blutbild, Gerinnungsparameter (Quick, PTT), Elektrolyte sowie bei Risikopatienten ein EKG.
Bevor Sie sich für eine Bruststraffung entscheiden, sollten Sie über eine Gewichtsreduktion bei bestehendem Übergewicht nachdenken. Eine Gewichtsabnahme nach der Operation kann zu einer erneuten Erschlaffung des Brustgewebes führen. Ihr Zielgewicht sollte erreicht und über mindestens sechs Monate stabil gehalten worden sein.
Nach einer Schwangerschaft kann sich die Brustform deutlich verändern. Deshalb empfiehlt es sich, eine Bruststraffung erst nach Abschluss der Familienplanung vorzunehmen.
Eine erneute Schwangerschaft führt durch hormonelle Veränderungen und mechanische Dehnung zwangsläufig zu einem Rückfall der Ptosis. Zudem kann die Operation die Stillfähigkeit beeinträchtigen, da Milchgänge und sensible Nervenfasern potenziell durchtrennt werden.
Empfohlen wird eine Wartezeit von mindestens 3 bis 6 Monaten nach dem Abstillen, um eine vollständige Rückbildung des Brustgewebes zu gewährleisten. Bei gesundheitlichen Beschwerden und bei Frauen, die mit der Familienplanung noch längere Zeit warten wollen, kann es dennoch sinnvoll sein, die Operation vorzuziehen.
Die Operation wird in der Regel stationär (im Krankenhaus) und in Allgemeinnarkose durchgeführt. Die notwendigen Voruntersuchungen werden am Vortag Ihres Termins in der Klinik durchgeführt. Sie können die Voruntersuchungen auch im Vorfeld von Ihrem Hausarzt durchführen lassen. Rechnen Sie mit einem Klinikaufenthalt von 1 bis 3 Tagen. Sehr selten wird die Operation in örtlicher Betäubung angeboten. Der Anästhesist (Narkosearzt) bespricht mit Ihnen die Wahl der Narkose. Er ist während der gesamten Operation anwesend und steuert die Narkose.
Im Vorfeld werden die vorgesehenen Schnittverläufe durch den Operateur auf die Haut gezeichnet. Dann werden die Schnitte (Hautinzisionen) gesetzt und anschließend Haut und überschüssiges Drüsen- und Fettgewebe entfernt. Die Brustwarzen werden häufig nach oben verlagert. Schließlich wird die Haut unterhalb der Brustwarzen zusammengebracht und die Brust somit geformt.
Bevor die Wunden verschlossen werden, werden dünne Drainageschläuche eingesetzt, damit das Wundsekret und Blutreste ablaufen können. Die Drainagen werden nach einigen Tagen (meist am 2. bis 3. Tag nach der Operation) entfernt. Gleich nach der Operation wird ein fester Verband angelegt.
Die Operation dauert, abhängig von der Operationstechnik, 1,5 bis 4 Stunden. Es gibt unterschiedliche Operationstechniken, die sich nach dem Schweregrad der Ptosis und der Hautelastizität richten. Je nach Technik resultieren unterschiedliche Narben.
Die Narbe verläuft nur um die Brustwarze. Diese Technik wird auch "Donut-Lift" genannt und ist das am wenigsten invasive Verfahren.

Indikation: Beschränkt auf sehr leichte Ptosen (Grad I) oder zur Korrektur tuberöser Brustdeformitäten.
Technik: Es werden zwei konzentrische Kreise um die Brustwarze geschnitten. Der dazwischenliegende Hautring wird entfernt. Die äußere Wundkante wird mittels einer Tabaksbeutelnaht an den inneren Rand des Warzenhofs angepasst.
Vorteile: Die Narbe beschränkt sich auf den Übergang zwischen Warzenhof und Haut, was sie optisch sehr unauffällig macht.
Limitationen: Der Straffungseffekt ist rein auf die Haut begrenzt; eine Modellierung des Brustgewebes ist kaum möglich. Zudem besteht die Gefahr, dass die Brustform abgeflacht wird ("Pfannkuchen-Effekt") und sich die Narbe im Verlauf verbreitert.
Die Narbe verläuft um die Brustwarze und senkrecht nach unten. Diese Methode ist heute für viele leichte bis mittelschwere Befunde der Standard.

Indikation: Ptosis Grad I bis II, moderate Brustvergrößerung.
Technik: Zusätzlich zum periareolären Schnitt erfolgt eine vertikale Inzision vom unteren Rand der Brustwarze bis zur Unterbrustfalte. Entscheidend ist die innere Neuformung des Brustgewebes, das fixiert wird, um Projektion zu erzeugen.
Besonderheit: Auf den horizontalen Schnitt in der Falte wird verzichtet. Dies führt intraoperativ oft zu einem Hautüberschuss am unteren Ende der vertikalen Narbe, der sich jedoch durch die postoperative Hautschrumpfung innerhalb weniger Monate glättet.
Vorteile: Keine Narbe in der Unterbrustfalte, schmalere und projiziertere Brustform.
Die Narbe verläuft um die Brustwarze, senkrecht nach unten und zu beiden Seiten (umgekehrt T-förmig). Dies ist die klassische Technik für schwere Befunde.

Indikation: Ptosis Grad III, massive Gewichtsabnahme, sehr große Brüste (Gigantomastie).
Technik: Die Schnittführung gleicht einem Anker: zirkulär um die Brustwarze, vertikal nach unten und horizontal entlang der natürlichen Unterbrustfalte. Dies erlaubt die Entfernung großer Mengen überschüssiger Haut in zwei Dimensionen.
Vorteile: Vorhersehbare Ergebnisse, exzellente Möglichkeiten zur kompletten Neuformung der Brust, zuverlässige Neupositionierung auch stark abgesunkener Brustwarzen.
Nachteile: Die ausgedehnteste Narbenbildung aller Techniken. Insbesondere der "T-Schnittpunkt", an dem drei Wundränder aufeinandertreffen, ist anfällig für Wundheilungsstörungen.
Mit der Lejour- und der Strömbeck-Methode kann gleichzeitig eine Brustverkleinerung erzielt werden. Vor allem bei sehr großen Brüsten reicht die Lejour-Methode nicht aus. Mit dieser Methode wird unter Umständen nicht genügend Gewebe entfernt.
Eine moderne Technik zur Verbesserung der Langzeitresultate ist der sogenannte "Innere BH". Dabei wird überschüssige Haut im unteren Brustbereich nicht komplett entfernt, sondern lediglich die Oberhaut abgetragen (Deepithelialisierung). Der verbleibende Hautlappen wird als körpereigenes Aufhängeband genutzt und entweder am Brustmuskel, am Rippenfell oder unter dem Brustgewebe vernäht.
Dieser dermale Lappen bildet eine körpereigene Hängematte, die das Gewicht der Brust dauerhaft trägt und die Hautnaht von Zugkräften entlastet. Studien zeigen eine signifikant verbesserte Langzeitstabilität – das Absacken der Brust wird effektiv verzögert.
Die isolierte Straffung ist nicht immer ausreichend. Oft liegen komplexe Befunde vor, die eine Kombinationstherapie erfordern.
Viele Patientinnen haben nach Schwangerschaft und Stillzeit nicht nur eine erschlaffte, sondern auch eine geschrumpfte Brust (Volumenverlust). Eine reine Straffung würde die Brust zwar straff, aber noch kleiner machen.
Verfahren: Hier wird die Straffung mit der Einlage eines Silikonimplantats kombiniert. Dies ist technisch anspruchsvoll, da zwei gegensätzliche Kräfte wirken: Die Straffung reduziert den Hautmantel, während das Implantat Volumen und Dehnung erzeugt.
Risiken: Das Risiko für Komplikationen ist gegenüber den Einzeleingriffen leicht erhöht. Die Implantatwahl muss konservativ erfolgen, um nicht zu viel Spannung auf die frisch gestrafften Nähte zu bringen. Die Platzierung erfolgt meist unter dem Brustmuskel.
Bei zu großen Brüsten (Mammahyperplasie) ist die Straffung untrennbar mit der Verkleinerung verbunden. Hierbei wird zuerst überschüssiges Drüsen- und Fettgewebe (oft mehr als 500 g pro Seite) entfernt, bevor der Hautmantel angepasst wird. Dies ist der häufigste Eingriff, bei dem eine medizinische Indikation vorliegt und eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse diskutiert werden kann.
Keine Operation ist ohne Risiko. Auch bei größter Sorgfalt können während oder nach dem Eingriff Komplikationen auftreten. Bei erfahrenen Fachärzten für Plastische Chirurgie ist die Komplikationsrate jedoch gering.
Während der Operation kann es zu stärkeren Blutungen kommen. Größere Blutverluste können eine Bluttransfusion notwendig machen. Dies ist allerdings sehr selten. Auch äußerst selten kann es bei Bluttransfusionen zur Übertragung von Krankheitserregern kommen, z.B. dem HI-Virus (HIV) oder von Hepatitis-Viren. Um das Risiko einer Infektion zu vermeiden, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine Eigenblutspende möglich und sinnvoll ist.
In seltenen Fällen können Druckschäden an Nerven und Weichteilen entstehen. Sie bilden sich in der Regel innerhalb weniger Wochen wieder zurück.
Wichtig: Das Risiko für Komplikationen lässt sich durch die Wahl eines erfahrenen Facharztes, eine sorgfältige Patientenselektion und die strikte Einhaltung aller Verhaltensregeln (insbesondere Rauchstopp!) deutlich minimieren.
Der chirurgische Erfolg wird maßgeblich durch die postoperative Disziplin gesichert. Nehmen Sie sich die nötige Zeit, um sich von der Operation zu erholen. Sie sollten etwa ein bis zwei Wochen zur Genesung nach dem Eingriff planen. Die Rehabilitation gliedert sich in mehrere Phasen.
Sind Sie ambulant operiert worden? Bedenken Sie die vorübergehende Einschränkung Ihrer Straßenverkehrstauglichkeit. Lassen Sie sich deshalb bitte abholen.
In den Händen erfahrener Spezialisten sind die Erfolgsaussichten gut. Sie hängen auch von Ihrer körperlichen Verfassung ab (Allgemeinzustand, Hautzustand, etc.). Eine realistische Erwartung bewahrt Sie vor Enttäuschungen. Vor allem sollten Sie sich bewusst sein, dass sichtbare Narben zurückbleiben werden. Auch wenn diese mit der Zeit verblassen, werden sie nach Jahren zu sehen sein.
Die Bruststraffung gilt als anspruchsvolle Operation mit vielen möglichen Komplikationen. Um diese gering zu halten, sollten Sie sich nur durch einen erfahrenen und gut ausgebildeten Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie operieren lassen.

Die Bruststraffung kann hängende Brüste und Brustasymmetrien (ungleiche Brüste) ausgleichen und Ihnen ein neues Lebensgefühl vermitteln. Studien belegen eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität und eine hohe Patientenzufriedenheit.
Die Bruststraffung ist kein Verfahren, das den Alterungsprozess stoppt – sie setzt die Uhr zurück, kann sie aber nicht anhalten. Die Haut verliert weiterhin an Elastizität, und die Schwerkraft wirkt permanent auf das Gewebe ein. Ein gewisses Nachgeben der Brust über die Jahre ist physiologisch unvermeidbar.
Techniken wie der "Innere BH" zielen darauf ab, diesen Prozess signifikant zu verlangsamen. Die Haltbarkeit des Ergebnisses wird oft mit 10 bis 15 Jahren angegeben, ist aber stark abhängig von der Gewebequalität und dem Lebensstil (insbesondere Gewichtskonstanz).
Ein Rückfall (Re-Ptosis) kann eine erneute Straffung erforderlich machen, die in der Regel technisch gut durchführbar ist.
Die Kosten für eine Bruststraffung sind in Deutschland nicht standardisiert und variieren in Abhängigkeit von der Reputation der Klinik, der geografischen Lage und der Komplexität des Eingriffs. Die Preise setzen sich aus den Honoraren für Chirurgie und Anästhesie, den klinischen Infrastrukturkosten (OP-Saal, Übernachtung), Materialkosten und der Mehrwertsteuer (bei rein ästhetischer Indikation) zusammen.
Basierend auf aktuellen Marktdaten (Stand 2025/2026) können Sie mit folgenden Kosten rechnen:
Finanzierungsoptionen wie Ratenzahlungen werden von vielen Kliniken oder externen Dienstleistern angeboten, um die wirtschaftliche Belastung zu verteilen.
Wichtig: Die genannten Preise verstehen sich für Selbstzahler. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse erfolgt nur in sehr seltenen Ausnahmefällen bei nachgewiesener medizinischer Notwendigkeit.
Die Frage der Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist für viele Patientinnen von zentraler Bedeutung, jedoch auch Quelle großer Frustration. Die Hürden für eine Leistungspflicht sind extrem hoch, da der Gesetzgeber und die Rechtsprechung (Bundessozialgericht) strikte Grenzen zwischen "Krankheit" und "ästhetischer Normvariante" ziehen.
Die Krankenkasse darf nur Erkrankungen im Sinne der Rechtsversicherungsordnung erstatten. Für eine Erstattung durch die Krankenkasse ist die Voraussetzung eine krankhafte oder funktionelle Störung. Eine Brusterschlaffung wird grundsätzlich nicht als Erkrankung angesehen.
Der Medizinische Dienst (MDK) prüft Anträge nach strengen Kriterien. Eine Kostenübernahme erfolgt nur, wenn eine medizinische Indikation zweifelsfrei nachgewiesen ist:
Wünschen Sie sich eine Kostenerstattung durch die Krankenkasse, dann sollten Sie mit Ihrer Krankenkasse im Vorfeld der Operation Kontakt aufnehmen. Für einen Antrag müssen Sie eine lückenlose Beweiskette vorlegen:
In den meisten Fällen werden Bruststraffungen aber nicht durch die Krankenkasse erstattet. Die sozialmedizinische Realität in Deutschland zwingt die Mehrheit der Patientinnen dazu, die Kosten der Operation selbst zu tragen.
| Info | Antwort |
|---|---|
| OP-Dauer | 1,5 bis 4 Stunden (abhängig von der OP-Technik) |
| Narkose | Vollnarkose |
| Klinikaufenthalt | Ja, eine bis drei Übernachtungen |
| Narben | Je nach Technik: nur um die Brustwarze (Benelli), vertikal (Lejour) oder T-förmig (Strömbeck) |
| Aktivitäten | Sport: frühestens 6 Wochen nach OP Sauna / Solarium / Sonne: frühestens 6 Wochen nach OP, Narbenschutz 6 Monate |
| Arbeitsfähigkeit | 1 bis 2 Wochen nach OP (Bürotätigkeit) |
| Nachsorge | Drainagen nach 2–3 Tagen, Fädenziehen nach 8 bis 14 Tagen Stütz-BH Tag und Nacht für 4 bis 6 Wochen |
| Schmerzen | Mäßig (wie starker Muskelkater), gut mit Schmerzmitteln kontrollierbar |
| Endergebnis sichtbar | Sofort sichtbar, vollständige Narbenreifung nach 6–12 Monaten |
| Haltbarkeit | Langfristig (oft 10–15 Jahre), aber natürliche Alterung geht weiter |
| Kosten | Reine Straffung: 5.900–7.500 Euro Komplexe Straffung: 7.900–10.000 Euro Mit Implantat: 8.500–12.500 Euro (Stand 2025/2026, nur selten Kassenleistung) |
| Idealer Zeitpunkt | Nach abgeschlossener Familienplanung, 3–6 Monate nach dem Abstillen, bei stabilem Gewicht |
| Wichtigste Kontraindikation | Aktives Rauchen (2–4 Wochen Rauchstopp zwingend erforderlich) |
aktualisiert am 22.01.2026